Wählervereinigung
Gemeinsam für Lohra - GfL

Wählervereinigung Gemeinsam für Lohra:
K. Schuhmacher, C. Will, O. Fleischer, N. Heinzmann, P. Thiel, O. Thomas, L. Keil, M. Keil, N. Rohrbach, V. Ammenhäuser, R. Hetche, M. Bodenbender, K. Schäfer, S. Wolf, M. Storll, T. Storll, N. Gabriel, T. Lapp, W. Zieske, B. Dietrich, C. Masloff, M. Palliwoda-Kropp, J. Will
Nicht auf diesem Foto: F. Hoffarth und M. Storll
Fraktion Gemeinsam für Lohra - GfL gründet Wählervereinigung und tritt mit eigener Liste zur Kommunalwahl 2026 in Lohra an
Lohra – Die Wählervereinigung GfL – Gemeinsam für Lohra, die sich im vergangenen Jahr neu in der Gemeindevertretung gegründet hat, tritt bei der Kommunalwahl 2026 mit eigener Liste an. „Wir möchten unsere bisherige Kommunalpolitik fortführen, die in erster Linie den Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde dient“, erklärt Jürgen Will, gemeinsam mit Knut Schäfer Fraktionsvorsitzender. „Weg von Symbolpolitik und populistischen Anträgen“, ergänzt Schäfer, „hin zu einer vernünftigen, sachorientierten Kommunalpolitik, die die Belange der Bevölkerung in den Mittelpunkt stellt.“
In den Bürgergesprächen, die die Fraktion in den letzten Monaten geführt hat, wurde deutlich, dass der Wunsch nach einer Politik besteht, die sich um kommende Herausforderungen kümmert und Lösungen gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern, den politischen Gremien sowie fraktionsübergreifend erarbeitet. Daraus entstand der Entschluss zur Aufstellung eines eigenen Wahlvorschlags. Mittlerweile haben sich mehr als 20 engagierte Personen aus Lohra zusammengeschlossen, eine Wählervereinigung gegründet und einen entsprechenden Wahlvorschlag erstellt.
Die neue Wählervereinigung Gemeinsam für Lohra – GfL betont ausdrücklich, dass alle Interessierten auch nach der Kommunalwahl weiterhin mitwirken und eigene Ideen einbringen können. „Wir möchten der Bevölkerung direkt die Möglichkeit geben, mit ihren Fähigkeiten und Kenntnissen aktiv an der Lösung der Herausforderungen gemeinsam für Lohra mitzuwirken“, sagen die Fraktionsvorsitzenden. „Auch wenn die Wahlliste für die Kommunalwahl im nächsten Jahr bereits beschlossen wurde, sind alle Interessierten jederzeit herzlich eingeladen bei Gemeinsam für Lohra mitzuwirken und „Gemeindevertreterluft“ zu schnuppern, ohne gleich Verantwortung als gewähltes Mitglied der Gemeindevertretung übernehmen zu müssen“, ergänzen die beiden Fraktionsvorsitzenden.
Die Wählervereinigung Gemeinsam für Lohra – GfL ist zuversichtlich, einen bedeutenden Beitrag für eine transparente, zukunftsfähige und sachorientierte Kommunalpolitik leisten zu können und hofft auf ein gutes Ergebnis bei der Kommunalwahl im kommenden Jahr.
Haushaltsrede von Knut Schäfer, Fraktion „Gemeinsam für Lohra“
auf der Sitzung der Gemeindevertretung Lohra am 29.01.2026
Sehr geehrter Herr Vorsitzender, liebe Kolleginnen und Kollegen, sehr geehrte Frau Bürgermeisterin und Mitglieder des Gemeindevorstandes, liebe Bürgerinnen und Bürger,
heute stehen wir vor der wichtigen Aufgabe, den Haushaltsplan und die Haushaltssatzung für das Kalenderjahr 2026 zu beschließen.
Dieses umfassende Zahlenwerk, das wir im Rahmen unseres Haushaltsworkshops intensiv beleuchtet haben, ist Ausdruck unserer politischen Verantwortung und unseres Engagements für die Bürgerinnen und Bürger unserer Gemeinde.
Wir können zwar feststellen, dass wir einen genehmigungsfähigen Haushalt vorliegen haben, weshalb ich nicht auf jede einzelne Position eingehen möchte. Dennoch möchte ich für die Fraktion „Gemeinsam für Lohra“ einige zentrale Eckdaten hervorheben, die für unsere Entscheidung von Bedeutung sind.
Das ordentliche Ergebnis weist einen Verlust von rd. 355.000 Euro aus, der lediglich durch ein Plus im außerordentlichen Ergebnis und durch Vorjahresüberschüsse ausglichen werden kann.
Doch wir alle wissen, dass die außerordentlichen Erträge in der prognostizierten Höhe sehr oft nicht realisiert werden können.
Für Investitionskredite werden rd. 2,35 Mio Euro veranschlagt und für die Zahlungsfähigkeit benötigen wir rd. 1 Mio Euro Kredit.
Für die Hessenkasse werden ca. 136.000 Euro fällig und es steht zu befürchten, dass in den nächsten Jahren erneut dort ein Kredit für die Sicherung unserer Zahlungsfähigkeit aufgenommen werden muss.
Zwar bleiben die Hebesätze unverändert, allerdings möchte ich daran erinnern, dass diese im Rahmen der Grundsteuerreform nicht angepasst wurden und wir somit schon jährlich ein höheres Steueraufkommen erzielen.
Zudem steigen die Zinsen von 190.000 Euro im Jahr 2025 auf etwa 268.000 Euro in 2026 und werden ab 2027 auf einem Niveau von rd. 300.000 bis 310.000 Euro jährlich verbleiben.
Auch die Personalkosten schlagen mit rd. 2,5 Mio Euro zu Buche, Tendenz steigend.
Die Verschuldung lag zum 31.12.2025 bereits bei etwa 7 Mio Euro. Durch die geplante Neuverschuldung wird die Gesamtverschuldung bis Ende 2026 auf über 10,5 Mio Euro ansteigen.
Auch wenn den Krediten Sachwerte wie z. B. Fahrzeuge oder Gebäude gegenüberstehen, belasten nicht nur die Kredite mit ihren Zinsen unsere zukünftigen Haushalte und somit nachfolgenden Generationen, sondern auch die jährlichen Abschreibungen, die jährlich neu erwirtschaftet werden müssen.
Vor diesem Hintergrund und angesichts der Tatsache, dass die Landesregierung durch verschiedene Erlasse Teile der HGO und GemHVO außer Kraft gesetzt hat, damit den Kommunen die Aufstellung eines genehmigungsfähigen Haushalts überhaupt erst möglich ist, möchte ich für die GfL-Fraktion folgende Anmerkungen machen:
Der vorliegende Haushaltsplan führt uns deutlich vor Augen, dass unser Gestaltungsspielraum weiterhin eingeschränkt sein wird.
Daher müssen wir bei all unseren Vorhaben und Investitionen stets im Blick haben, dass diese unsere zukünftigen Haushalte und damit das Leben unserer Kinder und Kindeskinder belasten.
Es ist daher unerlässlich, sorgfältig zwischen dem Wünschenswerten und dem Erforderlichen abzuwägen.
Wir tragen die Verantwortung, eine nachhaltige Finanzpolitik zu betreiben, die auch den kommenden Generationen gerecht wird.
Daher sollten wir bei allen Investitionen aus den zuvor genannten Gründen sorgfältig abwägen.
Dazu gehört auch, dass wir Pflichtaufgaben – ich denke da z. B. an Kindertagesstätten – zentral erfüllen. Hier sollten wir aus Fehlern der Vergangenheit lernen.
Aus dem vorliegenden Haushalt lesen wir, dass größere Investition weiterhin nur noch mit Zuschüssen und Förderprogrammen realisiert können.
Auch hier sollten wir Lehren aus der Vergangenheit ziehen und bei größeren Projekten auch einen Plan B in der Schublade haben, da wir ansonsten unter Zeitdruck gezwungen werden, deutlich teurere Entscheidungen zu treffen. Hier möchten wir an die bisher gescheiterten Planungen zum Umbau der Kindertagesstätte Lohra und der Gemeindeverwaltung erinnern.
Obwohl wir hier vor Ort nicht die großen politischen Entscheidungen auf Landes- oder Bundesebene beeinflussen können, so liegt es dennoch in unserer Verantwortung, das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in die Politik zu stärken. Wir müssen den Menschen klar kommunizieren, dass wir ihre Gelder sinnvoll und transparent einsetzen und ihnen aufzeigen, dass ihre Abgaben vor Ort konkrete Wirkung entfalten.
Es reicht nicht aus, auf die Zuständigkeiten von Kreis, Land oder Bund zu verweisen und dass uns als Kommune die Hände gebunden sind. Vielmehr müssen wir aktiv daran arbeiten, das Leben hier vor Ort attraktiv zu gestalten – mit einer soliden Infrastruktur und einer lebendigen Dorfgemeinschaft.
Nur so können wir Politikzufriedenheit fördern und der Politikverdrossenheit sowie der Gefährdung unserer demokratischen Grundwerte entgegenwirken.
In diesem Sinne sollten wir auch das in Aussicht gestellte Sondervermögen von zunächst rd. 1,8 Mio Euro einsetzen. Denn diese Schulden müssen ebenfalls unsere Kinder und Kindeskinder zurückzahlen.
Wir appellieren daher nochmals an die Bürgermeisterin, sich mit ihren Kolleginnen und Kollegen verstärkt dafür einzusetzen, dass Bund und Land das im Artikel 104 des Grundgesetzes verankerte Konnexitätsprinzip endlich zu beachten. Dies bedeutet, dass „Wer die Musik bestellt, bezahlt sie auch“.
Aber auch wir Entscheidungsträger sollten öfters „Nein“ sagen für Dinge, die wir uns nicht leisten können, auch wenn dieses „Nein“ oftmals nicht auf Zustimmung bei allen Bürgerinnen und Bürgern treffen wird.
Mit dem vorliegenden Haushaltsplan werden wir erfreulicherweise nach mehreren Jahrzehnten den Endausbau von einigen Baustraßen auf den Weg bringen, dem noch viele weitere in unserer Gemeinde folgen müssen. Dennoch kann man in vielen Positionen des vorliegenden Zahlenwerks ein „Weiter so“ lesen.
Dies müssen wir in den nächsten Jahren ändern!
Die Fraktion „Gemeinsam für Lohra“ wird der vorliegenden Haushaltssatzung mit Haushaltplan, Investitionsprogramm und Anlagen für das Haushaltsjahr 2026 unter der Bedingung zustimmen, dass die Sperrvermerke bei “Kindergarten-Neubau” und “Sanierung Pfarrstraße” angebracht werden.
Darüber haben wir bereits in den Ausschusssitzungen letzte Woche ausgiebig diskutiert.
Die Sperrvermerke beantragen wir hiermit erneut.
Die GfL-Fraktion möchte nochmals betonen, wie wichtig es ist, dass wir fraktionsübergreifend zusammenarbeiten. Lasst uns in der Sache manchmal hart diskutieren, aber stets wertschätzend und respektvoll miteinander umgehen.
Lasst uns weiter hin gemeinsam sachorientierte Lösungen für die anstehenden Herausforderungen finden und dabei, wo immer es möglich ist, die Menschen von Lohra einbeziehen - Gemeinsam für Lohra!
Vielen Dank für Eure Aufmerksamkeit!
Radwegenetz in Lohra (aus der OP vom 04. 02. 2026)
In der Ausgabe vom 4. Februar 2026 der Oberhessische Presse beantworten die Listensprecher zur Kommunalwahl, wie sie das Radwegenetz in Lohra verbessern wollen.
Meike Bodenbender antwortete für die Liste Gemeinsam für Lohra (GfL):
Die Gemeinde Lohra liegt in einer sehr attraktiven Naturlandschaft.
Gute Radwege sind wichtig, ebenso entscheidend ist es jedoch, die Gemeinde für Radfahrer zum Verweilen attraktiv zu machen.
Neben langfristigen Planungen wollen wir weiterhin pragmatische Verbesserungen umsetzen, wie sie fraktionsübergreifend bereits in Eigenleistung gelungen sind.
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